Renntaxi

genesi-24-stunden-pflege

Teuer, gefährlich – oder unvergesslich? Mit dem Renntaxi über den Ring

Vielleicht ist der eine oder andere Rennsportfan ein wenig überrascht und meint, die rund 300 Euro für einen Trip mit dem Renntaxi seien doch ein bißchen viel. Zudem halten nicht wenige das Ganze für eher gefährlich und raten so von einer Fahrt ab. Doch wie überall handelt es sich auch bei solchen Meinungen um Vorbehalte, die sich meist nicht näher mit dem betreffenden Faktum beschäftigen und so wollen wir hier mal genauer auf diese Angebote schauen. Immerhin handelt es sich beim Renntaxi um die einmalige Gelegenheit, unter echten Wettkampfbedingungen in einem Boliden zu sitzen und so allen Herausforderungen eines Motorsportlers ausgesetzt zu sein! Das reizt nicht wenige ungemein und wenn man auf die Veranstalter und deren Programme schaut, relativiert sich ganz schnell der Preis, beinhaltet die Fahrt doch jede Menge verschiedene Aspekte, die einen Aufenthalt mittendrin im spannenden Rennzirkus ermöglichen und eben auch unvergleichlich machen.
Das beginnt bereits mit der Einkleidung, denn hierbei darf man sich wie ein echter Profi fühlen und bekommt zu diesem Zweck dann auch den passenden Anzug aus feuerfesten Materialien verpasst. Auch ein Helm gehört dazu und so besteht optisch kein sichtbarer Unterschied zum Rennprofi, der schon am Steuer des Boliden wartet. Dieser Wagen kann je nach Wunsch sehr hoch oder eher niedriger motorisiert sein, was einen freilich eher unbedeutenden Einfluss auf den Preis haben kann. Information ist hier wichtig und ein Vergleich im Internet zeigt dann auch die Unterschiede im Überblick. Ein BMW kostet mehr als ein Peugeot und viele PS kosten mehr als entsprechend wenige!
Die Fahrer sind lizenzierte Profis, die den Nürburgring genau kennen und die sich und das Auto doch sich keineswegs schonen, denn weil das Ganze im Rahmen eines freien Trainings stattfindet, werden sie immer versuchen, die beste Zeit herauszuholen und man braucht keine Angst vor langsamen Abschnitten zu haben. Es kann aber sein, dass man sich gelegentlich danach sehnt, denn der Ritt über die Grand-Prix – Strecke und die eigentliche Nordschleife ist kein Spaziergang und die auftretenden Fliehkräfte reißen an den Gurten und dem eigenen Körper, so dass man schnell weiß, welche immensen Herausforderungen dieser Beruf an die Fahrer stellt! Vorbei geht es am Flugplatz, der Döttinger Höhe und anderen berühmten Streckenabschnitten und wenn man nach etwa 45 Minuten in die Renngasse einbiegt, fühlt man sich in jedem Fall erleichtert – aber glücklich! Denn selbst wenn es immer ein geringes Restrisiko im rasanten Rennsport geben mag, ist ein Unfall doch so gut wie ausgeschlossen und so schüttet man in erster Linie jede Menge Adrenalin aus, was so wohl sonst nur noch bei sehr wenigen Gelegenheiten der Fall ist.
In der Boxengasse darf man dem Treiben der Rennsportler zusehen und die Mechaniker bei ihrer Arbeit beobachten und wer will, kann sich gern mit einer Erfrischung im Hospitality – Zelt stärken. Dazu kommt dann noch eine auf Wunsch erstellte DVD, die dieses unvergessliche Erlebnis dauerhaft festhält und als Erinnerung auch optisch bewahrt.
Allerdings gibt es auch ein paar Einschränkungen und wer den Preis für zu hoch hält und das Ganze für zu gefährlich, der sollte wissen, dass Minderjährige und sehr kleine Personen von vornherein ausgeschlossen sind. Das gilt gleichfalls für chronisch Kranke, die zum Beispiel einen Schaden an der Wirbelsäule haben und der Veranstalter wird stets alles tun, um die Sicherheit der Beifahrer im Renntaxi zu gewährleisten. Sorgen braucht sich also niemand machen, aber wer nun wirklich sehr ängstlich, sollte vielleicht von einem solch intensiven Trip lieber Abstand nehmen.